Geburt // Blasensenkung und meine Erfahrung

Wie ihr vielleicht wisst, hatte ich das erste Jahr nach der Geburt des Babymädchens starke Probleme mit meinem Beckenboden und auch mit der Rektusdiastase. Dadurch entstand leider eine Blasensenkung, die mich im Alltag schon sehr eingeschränkt hat. Wie ich sie behandelt habe und wie sie dann schlussendlich wieder weg ging, möchte ich euch im folgenden Beitrag erzählen.

Geschwächter Beckenboden

Das ich mit Mitte dreißig mal nachschlagen muss, was man gegen einen schwachen Beckenboden tun muss, hätte ich auch nie gedacht. Für mich war das Thema irgendwie immer mit hohem Alter behaftet und das Problem älterer Frauen. Doch schon während der Schwangerschaft mit dem Babymädchen, hab ich deutlich gemerkt, dass mein Beckenboden harte Arbeit leisten muss und ich eventuell Probleme bekommen könnte. Dass das Ganze dann so ein Ausmaß annimmt, damit hab ich gar nicht gerechnet. Nach dem Wochenbett, konnte ich so langsam mit der Rückbildung beginnen und habe, so gut es ging, mich auch daran gehalten. Doch mit drei Kindern, Haushalt, Hund und Katze war das gar nicht so einfach. Doch der Beckenboden und die Schwäche, waren deutlich zu spüren.

Nach einem Krankenhausaufenthalt mit dem Babymädchen und dauerhaften Tragen, merkte ich Zuhause recht schnell dass irgendetwas anders ist. Es fühlte sich merkwürdig an und immer war da dieses Fremdkörpergefühl. Meine Hebamme untersuchte mich und so hörte ich zum allerersten Mal den Begriff Organsenkung. Am nächsten Tag stellte ich mich direkt bei meiner Gynäkologin vor und dann war es sich: Ich hatte eine Blasensenkung.
Mein Beckenboden war so geschwächt, dass die Blase nicht mehr richtig Halt hatte und gegen die Scheidenwand drückte. Das Ganze fühlte sich immer wie ein Ballon im Scheideneingang an und war wirklich sehr unangenehm. Ich hatte keine Schmerzen, aber schon nach kurzen Spaziergängen war es unerträglich geworden.

 

Rektusdiastase, Beckenbodenschwäche und Blasensenkung

Diese drei Diagnosen stellte mir meine Gynäkologin mit dem Rat, mich intensiv damit auseinanderzusetzen und mir Unterstützung zu suchen. Ich bekam eine Überweisung zur Physiotherapie und schon nach dem ersten Besuch war ich voller Hoffnung. Sie gab mir enorm gute Tipps und Übungen, die ich auch Zuhause gut umsetzen konnte. Doch das allein war nicht der Schlüssel zum Erfolg. Ich musste meine Rektusdiastase schließen, denn nur so konnte ich mich dann auch intensiv um den Beckenboden kümmern. Ich machte einen weiteren Rückbildungskurs online und gewisse Übungen Zuhause. Ging weiterhin zur Physiotherapie und versuchte so gut es ging, nicht schwer zu heben, richtig aufzustehen und mich richtig zu bewegen. Als sich endlich Erfolge zeigten, widmete ich mich auch intensiver dem Beckenboden. Eine Hilfe war mir dabei der Beckenbodentrainer emy von Fizimed. Mit ihm konnte ich ohne viel Aufwand effektive Übungen machen und dass täglich. Schon schnell merkte ich einen Erfolg und auch bei emy sah ich direkt Fortschritte

Stabile Mitte, eine echte Bereicherung

Da ich schon beim Rückbildungskurs online großen Spaß hatte und meine Rektusdiastase nicht zu 100% geschlossen war, machte ich den Kurs bei Stabile Mitte. Ich hätte Anfangs bei weiten nicht gedacht, dass die richtige Atmung und die passenden Übungen so anstrengend sein können.  Schon nach den ersten beiden Tagen hatte ich wie eine Art Muskelkater und das an Stellen, wo ich nicht einmal wusste dass ich dort Muskeln habe. Meine Rektusdiastase schloss sich auf jeden Fall Stück für Stück, aber zu 100% ist sie bis heute nicht verschlossen. Doch dieses Ergebnis und die weiteren Übungen für den Beckenboden, waren meine absolute Rettung. Von der Blasensenkung war nichts mehr zu spüren und laut meiner Gynäkologin ist sie wieder komplett zurückgegangen.

Beckenboden stärken und das immer

Was ich für mich persönlich gelernt habe in dieser Zeit: Beckenbodenprobleme haben nichts mit dem Alter oder dem Geschlecht zu tun. Denn neben Frauen können auch Männer darunter leiden. Nach der Geburt ist Rückbildung unendlich wichtig und man sollte definitiv auf die Ratschläge und Tipps seiner Hebamme hören. Es muss einem nicht peinlich sein und man sollte damit auf jeden Fall zum Arzt gehen und sich Hilfe holen. Mir war es enorm unangenehm und ich hätte es am liebsten für mich behalten, aber ich war umso beruhigter, als ich bemerkte dass das was ich dagegen tue auch wirklich hilft.

Mittlerweile habe ich Hula Hoop für mich entdeckt und auch das hilft mir sehr dabei, meinen Beckenboden zu stärken. Des weiteren werde ich auch emy wieder aktiver nutzen und bei meinem nächsten Termin bei meiner Gynäkologin meine Rektusdiastase noch einmal untersuchen lassen. Ich habe keine großartigen Beschwerden mehr, bin nicht in meinem Leben eingeschränkt dadurch und enorm an Lebensqualität zurück gewonnen.

Wenn ihr noch Fragen habt oder euch zu dem Thema austauschen möchtet, könnt ihr mir gern einen Kommentar da lassen.

Bis dahin, eure Saskia

 

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2 Comments

  1. Anonymous

    Hallo. Wie lange hat es denn gedauert, bis die Blasensenkung zurück gegangen ist und dann sogar komplett verschwunden war?
    Viele Grüße
    Anne

    1. Saskia

      Hej Anne,

      nach Diagnose und mit dem entsprechenden Training insgesamt 4/5 Monate .

      Liebe Grüße
      Saskia

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