Auf den Hund gekommen | Familienleben

Auf den Hund gekommen // Unser Leben mit Sammy

14/01/2018
Kullakeks - auf den Hund gekommen - Sammy - Hund

Bei den Kindern merkt man immer wieder wie schnell die Zeit vergeht. Kaum versieht man sich, ist schon wieder ein Jahr vergangen. So ähnlich geht es uns aber auch in unserem Leben mit Hund. Im März ist Sammy sage und schreibe ein Jahr bei uns und ein absoluter Familienhund. Als wir ihn damals bekommen haben war alles vollkommen neu für und trotzdem schön. Es war eine unendlich anstrengende Zeit, aber auch eine absolute Bereicherung. Wie wir das erste Jahr gemeistert haben möchte ich euch heute erzählen. 

Und plötzlich waren wir Besitzer eines Hundes

Klar wir hatten schon immer vor uns irgendwann mal einen Hund zu zulegen, aber dass es dann so plötzlich war, damit hatten wir auch nicht gerechnet. Eine Anzeige auf Facebook machte mich auf den kleinen Kerl aufmerksam und es war Liebe auf den ersten Blick. Vom ersten Kontakt mit der Pflegestelle , bis hin zum Einzug verging kein Monat und wir waren wahnsinnig aufgeregt. Ich hatte als Kind mal einen Hund aber da war ich noch sehr klein. Erfahrung mit Hunden fehlte mir also komplett. Doch Marco hatte mit Hunden mehr Erfahrung und sein Wunsch zu einem Vierbeiner war wesentlich größer als meiner. Es war auf jeden Fall unendlich spannend und ich gestehe, ich hatte großen Respekt vor dieser Aufgabe. 
In den ersten Wochen schlief einer von uns mit Sammy im Wohnzimmer, da er mit seinen vier Monaten noch nicht stubenrein war. Also hieß es Nachts mindestens einmal raus, bei Wind und Wetter. Ich sag euch das war wie mit einem kleinen Baby. Jeden Tag war ich wahnsinnig müde und sehnte mich nach Schlaf. Auch tagsüber mussten wir oft mit ihm raus, da er sich zwar nachts meldete , aber am Tage nicht. Meist sind wir 20 Minuten nach dem Essen mit ihm eine Runde spazieren gegangen, was zwar  anstrengend aber hilfreich war.

Kullakeks - auf den Hund gekommen - 1 Jahr Sammy

Der Alltag mit Hund – langsam wurde es besser 

Nach gut zwei Monaten hatten wir so langsam unseren Rhythmus, nur Marco und Sammy, die beiden waren noch nicht zu 100% warm geworden. Durch seine Vergangenheit als Hund einer Tötungsstation hatte er wahnsinnige Angst vor Männer. Jeder Spaziergang war eine Qual, sobald Männer uns entgegen kamen. Hatten sie dann auch noch ausländischen Akzent , war es noch schlimmer. Er zog den Schwanz ein und dreht den Rückwärtsgang ein. Und ähnlich war es bei ihm und Marco. Kam er ihm im Flur in die Quere, fiepte Sammy und suchte so schnell wie möglich einen Ausweg. Irgendwann , es regnete in Strömen, ging Marco mit ihm spazieren. Nach sage und schreibe 1 1/2 Stunden kamen beide, dreckig wie zwei Schweine, wieder nach Hause. Sie saßen beide mit einem Handtuch um auf dem Boden und ab diesem Moment waren sie beste Freunde.

Kullakeks - auf den Hund gekommen - ein Jahr Sammy - Erfahrungen

Die Mädchen hatten sein Herz im Sturm erobert und nie großartige Probleme mit ihm zu Recht zu kommen. Ich denke dass es schon viel aus machten, dass er ebenfalls ja noch ein „Kind“ war. Man merkte ihm an dass er mit den beiden auf einer Wellenlänge lag und sie sich einfach verstanden. Am meisten jedoch verstand er sich mit Mini, denn die beiden haben ein und den selben Charakter. Beide wahnsinnig sensibel , schüchtern und ängstlich. Fremden gegenüber sehr vorsichtig und erst nach einem leichten „beschnüffeln“ können sie Vertrauen fassen. 
Auch bei mir war es anders als bei Marco. Ich war seine Bezugsperson, aber auch nur, weil ich jeden Tag Zuhause war. Er wusste, wenn ich das Haus verlasse, komme ich zu 100% auch wieder zurück. Anfangs übten wir dass allein bleiben mit ihm in Minutenabständen. Erst 10 Minuten, dann 30 Minuten und dann auch eine Stunde. Er hatte überhaupt keine Probleme damit und man merkte dass er sich bei uns Zuhause wohl fühlt.

Familienhund durch und durch 

Der erste Sommer mit Hund war grandios. Er hätte nicht besser sein können und wir hatten wahnsinnig schöne Momente. Die Kinder spielten im Garten und Sammy jagte seinem Ball hinterher. Wir tobten auf Feldern und im Wald und man hatte das Gefühl der kleine Kerl wäre schon immer bei uns gewesen. Klar , Kommandos mussten wir üben, aber er hat Spaß am lernen und ist total schlau. Das erste Mal Sitz machte er bei Motti und ihr könnt euch vorstellen wie stolz sie war. Mittlerweile sind die Grundkommandos kein Problem mehr und er ein gut erzogener, lieber und verschmuster Hund. Wir haben unser Leben komplett mit ihm gestaltet und können uns das ganze ohne ihn gar nicht mehr vorstellen. Wisst ihr, der ist wie unser drittes Kind und wir lieben ihn wahnsinnig. Dieser ehemals so ängstliche Hund ist so mutig und neugierig. Er verteidigt sein Zuhause, liebt andere Hunde und ist der beste Kuschelfreund der Mädels. 
Manchmal, wenn ich vormittags mit ihm alleine bin, dann setzte ich mich zu ihm und es wird einfach nur gekuschelt. Ich habe früher immer ein wenig geschmunzelt, wenn mir andere erzählt haben dass sie ihrem Hund alles erzählen. Und was mach ich jetzt? Ich sitze dort, mit meinem Hund auf seinem Platz und erzähle ihm was mir so durch den Kopf geht. 

Kullakeks - auf den Hund gekommen - ein Jahr Sammy - Hundeliebe

Hund und Katze, beste Freunde

Wer uns folgt, der weiß dass wir neben Sammy ja auch noch Barney unseren Maincoon haben. Ich hatte vor Sammys Einzug echt Angst, dass die beiden sich evtl. nicht ausstehen könnten. Dass hier ab und an die Fetzen fliegen werden und einer von beiden bestimmt auch mal Verletzungen hinnehmen muss. Doch was soll ich sagen, meine Ängste waren unnötig. Diese beiden sind die aller besten Freunde und manchmal denke ich wir haben zwei Hunde Zuhause. Die beiden fetzen sie manchmal so richtig, aber alles absolut spielerisch. Barney stürzt sich manchmal auf Sammy da könnte man sich echt schon fragen wer von beiden eigentlich der Hund ist. Das beruhigt mich , nein uns natürlich sehr und ich kann beide ohne Sorge auch alleine lassen. Das ein oder andere Mal hab ich beide auch schon zusammen auf Sammys Platz gefunden, aber das kommt eher selten vor. 

Würden wir es wieder tun?

Wie schon erwähnt können wir uns unser Leben ohne Hund nicht mehr vorstellen und wir bereuen es in keinster Weise. Momentan liegt die komplette Verantwortung natürlich noch bei Marco und mir. Von uns bekommt er Futter ( wobei die Kinder hin und wieder helfen ) , wir gehen mit ihm spazieren und weisen ihn zurecht. Doch in geraumer Zeit soll Motti ebenfalls damit beginnen Verantwortung für ihn zu übernehmen. Sie soll kurze Strecken mit ihm allein Gassi gehen, soll ihm morgen was zu fressen machen und ihm zeigen wo seine Grenzen sind. Das Ding mit den Grenzen haben aber beide schon ziemlich gut drauf. Jedenfalls hört er unendlich gut auf uns alle vier, was mich sehr stolz macht. 

Solltet ihr überlegen euch einen Hund anzuschaffen dann kann ich euch das nur empfehlen. Es hat uns als Familie, meinen Kindern und besonders Mini wahnsinnig gut getan. Es fordert wahnsinnig viel Zeit und Geduld und diese sollte man auch haben. Ein Hund braucht gerade als Welpe jemanden der sich ununterbrochen um ihn kümmern kann. Ich muss gestehen dass ich, würde ich nicht so flexibel arbeiten können, die Entscheidung zu einem Hund sehr schnell verworfen hätte. Auch jetzt bin ich immer noch der Meinung dass Leute, die den ganzen Tag arbeiten und sich somit nicht um den Hund kümmern können, es lieber lassen sollten. Ein Hund ist nicht nur ein Tier, es ist ein Familienmitglied. Und ich persönlich hätte nie, wirklich nie gedacht jemals so etwas für ein Tier empfinden zu können. Und ja, auch Barney liebe ich, aber es stimmt, bei einem Hund ist es noch was ganz anderes.

Vielleicht konnte ich den ein oder andere ja helfen bei seiner Entscheidung zu einem Hund . Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn so nun ein kleiner Vierbeiner ein tolles neues Zuhause bekommt.

Alles Liebe,
Saskia

  1. Liebe Saskia, ich muss dich nochmal fragen, hat einer von Euch auch einen Hundeführerschein gemacht??
    Wir überlegen uns auch einen Hund anzuschaffen. Unser Sohn ist zwar erst 7 Monate aber zum Glück ein sehr „einfaches“ Baby. Daher finde ich es ist nun der perfekte Zeitpunkt für uns, da ich noch in der Elternzeit bin und mich um den Hund kümmern kann.
    Liebe Grüße
    Ronja

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