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Familienleben // Zwei Schulkinder – Wann ist das passiert?

08/09/2019
Kullakeks - zwei Schulkinder - Titelbild

Seit knapp zwei Monaten haben wir zwei Schulkinder Zuhause. Mein kleines Mädchen ist tatsächlich in der Schule und für mich fühlt sich dass so unfassbar komisch an. Sie hatte eine so schöne Kindergartenzeit und ab jetzt geht sie zur Schule. Eine ganz andere Zeit erwartet sie und dass ganz ohne mich. Versteht mich nicht falsch, im Kindergarten war ich ja auch nicht bei ihr, aber es ist eben irgendwie ein anderes Gefühl. Ist das Kind ein Kindergartenkind, hat man das Gefühl sie brauchen noch so viel Unterstützung oder eine helfende Hand. 

Wie ist es so mit zwei Schulkindern?

Die erste Woche war wahnsinnig komisch. Sie war so bereit für die Schule und hat sich mega gefreut mit all ihren Freundinnen nun in dieses Abenteuer zu starten. Sie hatte keine Trennungsprobleme, war total stolz und ging direkt nach der Verabschiedung in ihre Klasse. Und ich glaube genau dass war es, was mich so umgehauen hat. Erinnert ihr euch noch eine unsere erste Zeit im Kindergarten mit ihr? Sie hatte genau eine Erzieherin mit der sie gesprochen bzw. geflüstert hat. Sonst hielt sich sich gegenüber allen anderen sehr auf Abstand. Es fiel ihr unheimlich schwer sich jedes Mal von mir zu verabschieden und hatte dadurch eine sehr lange Eingewöhnungszeit. Sie war mein Schützling, hat immer ihre Mama gebraucht und meine Nähe gesucht. Dass alles ist für mich aktuell, seit dem Schulbeginn vorbei.

Doch wisst ihr, so sehr es mich vielleicht auch traurig macht, dass diese Zeit nun anscheinend vorbei ist, umso mehr macht es mich auch stolz. Denn anscheinend haben wir ja bei ihr alles richtig gemacht und sie so sehr gestärkt, dass sie nun voller Selbstvertrauen in ihre Schulzeit startet. Sie hat ihre Freundinnen bei sich, hat Spaß am Unterricht und eine wirklich tolle Lehrerin. All das spielt bei ihr eine große Rolle und bestärkt sie in ihrem neuen Weg natürlich sehr.

Kullakeks - zwei Schulkinder

Und auch das große Kind ist voller Freude wieder in die Schule gestartet, wurde jedoch direkt am ersten Tag komplett aus ihrer Freude raus gerissen. Sie ist ein absolutes Strukturkind und geriet diese auch nur im geringsten aus den Fugen, zerfällt ihr Kartenhaus komplett. Wir kamen in der Schule an und sie freute sich total auf ihre Klasse. Doch dann hieß es sie haben den Raum gewechselt und auch die Sitzordnung sei eine neue. Sofort liefen ihr die Tränen, sie krallte sich an mich und wollte mit nach Hause. Doch mit guten zureden meinerseits und eine ganz lieben Klassenkameradin, ging sie dann doch in den Klassenraum. Eine ganze Woche fiel es ihr sehr schwer wieder in ihren Rhythmus zu finden, doch mittlerweile ist auch dort wieder alles in Ordnung.

Andere Gespräche & mehr Selbstständigkeit

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie lustig es war, die ersten Gespräche zwischen den beiden zu belauschen. Sie saßen nach der Schule auf der Arbeitsplatte in der Küche, während ich das Essen kochte. Sie quasselten über ihre Freunde und wie es für das kleine Kind denn wohl in der Klasse ist. Und plötzlich hatten sie IHR Thema. Die Große erklärte der Kleinen, welche Lehrer cool sind und welche nicht. Warum sich Jungs in der Schule wohl immer prügeln müssen und ob sie den Pullover von ihrer Freundin wohl auch bekommen kann, das der einfach so so schön aussieht. 
Plötzlich sind es ganz andere Themen, andere Gespräche und auch wenn sie zwei Klassen auseinander sind, haben sie endlich wieder etwas, worüber sie gemeinsam quatschen können. Dieser „Keil“ zwischen Kindergarten und Schule war schon deutlich zu spüren. Für die Große war der Kindergarten schon etwas „Babyhaftes“ , während für die Kleine die Schule total cool und spannend war. Und jetzt haben sie endlich wieder etwas gemeinsam.

Und wisst ihr, was ich trotz der Gemeinsamkeit wahnsinnig schön finde, jeder geht seinen Weg. Jeder von beiden hat seine Freunde, jeder hat andere AGs und in den Pausen macht jeder etwas anderes. Es ist nicht so dass die kleine Schwester der große die ganze Zeit am Rockzipfel hängt und allein nicht zurecht kommt. Sie sind beide selbstständig und trotzdem kommen sie gemeinsam nach der Schule zu mir. Die eine wartet auf die andere und sucht sie noch schnell damit sie zusammen nach Hause können. Und genau diese Selbstständigkeit finde ich bei beiden so wahnsinnig toll. Selbst morgens läuft es, wenn auch nicht immer, komplett allein. Sie ziehen sie an, putzen sich ihre Zähne, machen sich ihre Brote selber und füllen ihre Wasserflaschen auf. Klar ich kontrolliere natürlich immer nochmal alles, aber meist ist es alles genau richtig. 

Kullakeks - Schulkind - Grundschule

Der Spaß an der Schule

Was bei unseren aber wirklich einer der größten Vorteile ist, sie haben Spaß an der Schule. Sie gehen gerne hin, sind wissbegierig und fleißig. Schon bei der Großen hatten wir, wenn auch hin und wieder kleine Einbrüche waren, nie Probleme damit. Und genau dass war der Vorteil für die kleine Schwester. Denn was gibt es schlimmeres als Geschwister, die einem die Schule madig machen. Nie viel auch nur einmal der Satz „Schule ist doof“ oder „Die Lehrer sind kacke“. Sie hat die Vorfreude auf die Schule sogar gesteigert und ihr meist nur positives von der Schule berichtet. Und dass ist eben für uns echt ein Glücksgriff. Wir hatten wirklich große Bedenken wie es sein wird, wenn beide Kinder in die Schule gehen. Und dass es so super und problemlos ablaufen wird, damit haben wir nicht gerechnet. Klar es kann sich immer noch ändern, aber der Grundstein für eine schöne Schulzeit ist denke ich gelegt und muss dort bleiben.

 

Ihr seht, auch wenn es gut läuft, ist die Schule mit zwei Kindern für uns eine spannende Geschichte und pures Neuland. Wir sind gespannt auf die nächsten Jahre und vor allem wohin der Weg für unsere Mädels irgendwann gehen wird.

 

Alles Liebe,
Saskia

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