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Leben // Zwischen Schere und Laptop

10/07/2017
Wenn es eines gibt was ich immer wieder gefragte werde, dann ist es es das Thema Arbeit. Die meisten wissen dass ich Friseurin bin und das auch super gerne. Doch nebenbei habe ich eben auch den Blog und dieser beansprucht manchmal ganz schön viel Zeit. Gerade wenn mir etwas auf der Seele brennt, in unserem Leben etwas aufregendes passiert oder die ein oder andere Kooperation ansteht. Doch ich mache den Blog eben nur als Hobby. Als keine Nebenbeschäftigung und seit letztem Jahr verdiene ich ab und an auch ein klein wenig Geld damit. Das verheimliche ich auch nicht oder vertusche Kooperationen. Trotzdem bin ich hauptberuflich Friseurin und das unheimlich gerne. In meiner Schulzeit habe ich ein Praktikum als Friseurin gemacht und war sofort angetan. Ich hab mich nie wirklich mit dem Thema Friseur oder Make-up beschäftigt. Klar ich war ein Teenager und habe mich gerne geschminkt und schick gemacht aber dass ich das mal beruflich machen würde …. ha ne daran hab ich nie gedacht. Jedenfalls war ich nach dem Praktikum total angetan von dem Beruf. Doch mein Umfeld verstand das so gar nicht. 

„Da verdienst du doch nichts ! – „Du musst den ganzen Tag stehen, willst du das ? „

Das war mir selbstverständlich nicht unbekannt und ich hatte mir schon die ein oder anderen Gedanken deswegen gemacht. Denn ich wohnte ja nun auch allein mit meinem Bruder in einer Wohnung und der Kühlschrank füllte sich nicht von Luft und Liebe. Trotzdem unterschrieb ich den Ausbildungsvertrag und freute mich auf die bevorstehende Zeit. Ich hatte 3 wirklich tolle , wenn auch anstrengende Jahre Ausbildung, aber es hat sich gelohnt. Meine Entscheidung Friseurin zu werden hab ich nie bereut und mache diesen Beruf so so so gern und wirklich mit Leib und Seele. 

Als dann Motti zur Welt kam, stand diese natürlich für mich an erster Stelle. Ich wollte mind. 2 Jahre Zuhause bleiben und ich um mein kleines Mädchen kümmern. Nach einem Jahr entschied ich mich dann so langsam wieder zurück in den Beruf zu kommen. Samstag ging es also für mich wieder in den Salon. Ja genau , ich arbeitete einen Tag in der Woche und konnte so nach und nach wieder einsteigen. Dann war Mini unterwegs und für mich hieß es wieder Schere weglegen, Mama sein. Auch diese Zeit hab ich wahnsinnig genossen, auch wenn Mini wesentlich „anstrengender“ war. Dank meiner tollen Schwiegermama konnte ich auch dann wieder nach einem Jahr arbeiten gehen aber dieses Mal waren es 2 Tage. Freitags passte Oma auf und Samstags war ja Papa da. Ach das lief , nein besser gesagt das läuft perfekt. Ich liebe die Zeit mit meinen beiden Mädchen sehr und trotzdem freue ich mich auf die Tage an denen ich arbeiten kann. Dann wenn ich mal nicht über irgendwelches Spielzeug reden muss oder zum Vaiana-Soundtrack durchs Wohnzimmer tanzen soll. Ich kann mit Erwachsenen über Gott und die Welt reden. Über Dinge die mich interessieren und eben auch zu meinem Leben gehören . Und ich genieße beide Seiten sehr. Beide erfüllt mich aber eben anders.


Friseurin und Mamablogger 

Doch neben dem Haare schneiden und Strähnchen machen gibt es eben noch den Teil Saskia, der es mag sich hinter den Laptop zu setzen und zu schreiben. Meine Gedanken zu teilen, meine Erfahrungen als Mama und die Momente die wir als Familie erleben. Ich liebe es schönen Dinge auf meiner Kamera festzuhalten, sie zu präsentieren und mit euch zu teilen . Wenn ich mir so die vergangenen Jahre anschaue, kann ich in so manchen alten Beiträgen in Erinnerungen schwelgen. Für mich ist der Blog eine Art virtuelles Tagebuch. Es ist unser Leben aber doch nicht so privat dass es eine gewisse Grenze überschreitet. Ich biete euch Einblicke aber nur so weit wie ich das für richtig halte. Und es macht mir wahnsinnig Spaß. Für mich ist das ganze eine Art Ventil an dem ich mal Dampf ablassen kann. Stellt euch mal vor ich würde dass im Salon machen. Oh Gott die armen Kunden 🙂 Das Bloggen ist für mich ein Hobby. Eines was hin und wieder zwar viel Zeit in Anspruch nimmt aber eben nur so weit wie ich es möchte. Hab ich mal keine Lust, dann kann es eben auch mal eine Woche still sein. Bin ich gerade total motiviert ? Na dann hau ich mal einen Beitrag nach dem anderen raus. Und dann , wenn das Wochenende da ist, dann geh ich arbeiten. Schneide Haare und mache Menschen mit meiner Arbeit glücklich. Ist das nicht großartig ?

Wirklich ich bin zufrieden mit der momentanen Situation und bin dankbar dafür dass das Ganze so funktioniert. Demnächst werde ich sogar noch einen halben Tag dazu nehmen und ein paar Stunden mehr Haare schneiden. Und wenn so mancher es doof finden würde mehr arbeiten zu müssen find ich es super. Wir haben uns das Ganze so eingeteilt dass ich trotzdem genug Zeit habe um für die Mädels da zu sein und das find ich ist das Wichtigste dabei. Ich möchte nicht nur arbeiten oder am Blog sitzen. Ich möchte meinen Kindern beim wachsen zusehen können und mit ihnen tolle Momente erleben. Und mir ist bewusst dass wir ein riesen Glück haben dass Ganze so gestalten zu können und dafür bin ich mehr als dankbar.


Alles Liebe ,
Saskia



  1. Das ist toll zu lesen das du dich in deinem Beruf so wohl fühlst da dieses ja heut zu Tage nicht selbstverständlich ist. Auch das du es dir flexibel einteilen kannst und dein Arbeitgeber das alles ermöglicht.

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