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Leben / Bloggen mit Kindern, geht das gut ?

26/10/2017

Ich werde immer wieder gefragt wie ich das so anstelle. Also wie ich alles unter einen Hut kriege. Haushalt, Kinder, Hund  & Katze, Job und Blog. Tja um ehrlich zu sein frag ich mich das manchmal auch . Neben dem Haushalt und meinem „normalen“ Job, besteht meine größte Zeit aus meinen Kindern … und dem Blog. Denn ohne meine Kinder gäbe es ihn gar nicht. Ohne Motti hätte ich wahrscheinlich nie damit angefangen und diese große Freude am Schreiben entdeckt. Ich bin leidenschaftlich gern Bloggerin und blühe wirklich total darin auf. Die meisten meiner Freunde finden es immer noch total spannend dass ich blogge und den ein oder anderen konnte ich damit sogar schon inspirieren, einen eigenen Blog zu schreiben. Nur ist es eben meist so, dass ich tagsüber eben die Kinder Zuhause habe und mein Augenmerk auf diese beiden liegt. Das ist auch vollkommen in Ordnung nur klappt das immer so wie ich mir das vorstelle?

Bloggen mit Kindern, geht das gut ?

So aus dem Bauch heraus würde ich sagen ja. Es ist aber meiner Ansicht nach eine große Organisationsfrage. Denn ich blogge nicht in der Zeit , die ich mit den Kindern gemeinsam habe. Ich blogge morgens oder eben Abends . Dann wenn sie in der Schule, im Kindergarten oder im Bett sind. Das klappt sehr gut und ich habe dann auch einen viel freieren Kopf. Ich muss mir nicht ständig Gedanken machen, ob sie sich gerade im Zimmer die Haare ausreißen oder vielleicht heimlich am Süßigkeitenschrank sind. Die Zeit kann ich ganz entspannt meinem Bericht widmen oder auch nur den Emails die ich evtl beantworten muss. Ich möchte die Zeit mit den Kinder ausnutzen und nicht sitzend an der Tastatur verbringen. Doch wie ist es denn mit den Sozialen Medien ? Dort poste ich ja so gut wie täglich Bilder und auch hier gibt es kleinere Texte , die von unserem Leben erzählen. Doch das sind Sekunden. Und wenn ich Sekunden sage dann mein ich das auch so. Ich mache ein Foto, lade es hoch, schreibe etwas dazu und schwupps, ist es online. Klar hätte ich auch diese Zeit anders nutzen können aber man zeige mit bitte Eltern, die in der heutigen Zeit nicht auf ihr Handy gucken, während sie mit ihren Kindern zusammen sind. So traurig es irgendwie auch ist, aber wir leben nun einmal in dieser Zeit. 

Fotos ohne Gesicht – Gar nicht mehr so einfach 

Was mir besonders in dem letzten Jahr deutlich aufgefallen ist, ist die Tatsache dass das Bilder machen von meinen Mädels, gar nicht mehr so einfach ist. Denn wie die meisten von euch wissen, zeigen wir die Mädels nie mit Gesicht. Doch dann kam eines Tages Motti daher und fragte mich, wieso man sie nicht sehen dürfte. 

     Warum sieht man uns auf den Bildern denn gar nicht Mama?

Ja warum denn nicht ? Weil ich nicht möchte dass man weiß wie sie aussehen . Weil ich, auch wenn wir viel von uns preisgeben , immer noch möchte dass sie Privatsphäre haben. Doch Motti denkt dass ich sie hässlich finde. Dass ich nicht möchte dass man sie deswegen sieht . Doch das ist natürlich Quatsch. In der Bloggerwelt wird es total unterschiedlich gehandhabt und das bekommt sogar sie mit. Denn sie fragte mich natürlich wieso andere Kinder gezeigt werden, aber sie nicht. Wieso alle dort ihre richtigen Namen haben, nur meine werden mit Spitznamen genannt . Ich finde meine Kinder selbstverständlich nicht hässlich, aber ich möchte sie schützen. Und solang ich dass noch selbst in die Hand nehmen kann, so lange mach ich es aus. Irgendwann wird zu 100% der Moment kommen, in dem sie selber ein Handy haben. Sie Bilder hochladen und sich in der Öffentlichkeit zeigen. Doch momentan merkt man, das gerade Motti weniger Lust hat Bilder zu machen. Einige von euch haben es auch schon bemerkt. Denn von ihr gibt es weniger Fotos als von Mini. Ich finde das natürlich schade aber ich akzeptiere es. Sie hat immer noch das Recht an ihrem Bild und ich würde nichts hochladen ohne ihre Einverständnis . Ja ich zeige die Bilder vorher meinen Mädels und hole mir ein Ja oder Nein 🙂 Meist schon wenn das Foto geschossen wurde und dann frage ich ob ich es zeigen darf.

 Alles andere als stressig

Was mir ja oft irgendwie nicht geglaubt wird ist, dass das ganze für mich überhaupt kein Stress ist. Ich habe meinen Alltag mit den Kindern und der ist so normal wie bei allen anderen Familien auch. Wir lachen miteinander, wir streiten uns und essen gemeinsam Süßigkeiten auf dem Sofa. Und trotzdem genieße ich es wenn ich von diesem Alltag einfach mal abschalten kann. Wenn die Gedanken rattern und im gleichen Takt mir der Tastatur spielen. Ich all das was wir erleben aufschreiben kann und es da draußen jemand liest. Wenn ich Nachrichten bekommen dass man sich in gewissen Texten oder Momenten wiedergefunden hat. Das alles ist definitiv kein Stress. Das ist absolutes Gold wert und für mich der Weg meinen Gefühlen so manches Mal freien Lauf zu lassen. 

Ihr seht, bloggen mit Kindern muss nicht stressig sein. Es kann ganz entspannt ablaufen und keiner kommt zu kurz. Doch das ganze kann auch anders laufen. Wenn sich das ganze Leben nur noch um den Blog dreht und nur noch dafür gearbeitet wird. Ich habe großen Respekt vor denjenigen die auch das alles unter einen Hut bekommen. Doch für mich wäre das auf jeden Fall der falsche Weg.

 

Alles Liebe,
Saskia

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