Leben | Mama sein

Kind & Karriere | Ich bin eine drei Jahre Zuhause-sein-Mama

25/11/2015

Normalerweise sind am Anfang meiner Blogpost ja immer Bilder zusehen aber dieses Mal wollte ich gerne einen Bericht ganz und gar ohne Fotos schreiben.
Vor einigen Tagen habe ich das Video der lieben Jessy von JessyOnline gesehen und mich irgendwie dazu berufen gefühlt, einen Bericht über das Thema zu schreiben.
Gemeinsam mit Eva von DieImhofs und Melli von MellisBlog ging es um das Thema 

Kind & Karriere

Alle drei haben ihre Kinder vor dem dritten Lebensjahr in die Kita gegeben, sind berufstätig und haben über ihr Leben mit Kind, der Karriere und Frau sein gesprochen. 
Ich möchte gleich zu Anfang kurz erwähnen dass ich finde dass das Thema jeder für sich selber gestalten kann. Möchte man sein Kind mit 1 Jahr schon in die Kita geben, ist das in Ordnung. Möchte man wieder zurück in seinen Beruf und das Kind betreut haben, ist das in Ordnung. Möchte man Zuhause bleiben und die Zeit mit seinem Kind genießen ist das auch in Ordnung. Jede Mama und auch jeder Papa kann und sollte dass für sich ganz allein entscheiden und das Umfeld hat keinerlei Recht darüber zu urteilen solange und das klingt jetzt vielleicht ein wenig dramatisch, das Kindeswohl dabei an erster Stelle steht.
So und nun möchte ich zu meiner Seite kommen 😉

Drei Jahre Zuhause-sein-Mama

( obwohl es fast schon fünf Jahre sind )


Als ich schwanger war mit Motti machte ich mir oft Gedanken darüber wie es wohl werden soll wenn sie in den Kindergarten kommt. Wann sollte sie gehen? Soll sie in die Krippe oder doch Zuhause bleiben? All diese Gedanken schwirrten in meinem Kopf herum und Marco und ich haben oft Abends stundenlang darüber gesprochen. Einerseits wollte ich für meine Kleine da sein, andererseits liebte ich meinen Beruf und wollte dort auch nichts verpassen.
Für die die es nicht wissen, ich bin Friseurin 😉
Doch relativ schnell waren wir uns einig, in eine Krippe wird Motti nicht kommen. Gut das hieß also, ich bleibe nicht nur das erste Jahr Zuhause, sondern das zweite Jahr auch noch.
Motti kam zur Welt und ich wusste das unsere Entscheidung richtig war. Diese Zeit mit ihr, mit diesem kleinen Bündel, so viele Herzmomente machten mir einfach unendlich viel Spaß und nichts wollte ich verpassen. Doch dann kam irgendwann auch das Thema Geld . Klar wir lebten nicht schlecht und uns mangelte an nichts aber man möchte sich ja auch selber mal wieder etwas gönnen 😉
Wir machten uns also Gedanken wie das alles klappen soll, ohne das Motti fremd betreut wird.
Nach einem Gespräch mit meinem Arbeitgeber fanden wir dann die Lösung. Einen Tag in der Woche würde ich arbeiten und das sogar ein Samstag. Das hieß also dass Motti den Tag dann voll und ganz mit Papa hat und das kam den beiden auch sehr zu gute 😉
Als dann der Mini-Muffin unterwegs war, stand recht schnell fest dass wir es bei ihr genau so handhaben. Ich klärte als alles mit meinem Arbeitgeber und konnte so nach einem Jahr wieder arbeiten ohne die Kinder fremd betreuen zu lassen. Denn da wir nun auch umgezogen waren konnte Freitags die Oma und Samstag dann wieder der Papa sich um die Kinder kümmern.

Mit drei Jahren in den Kindergarten

Als Motti dann langsam in das Kindergartenalter kam beschlossen wir sie dort auch anzumelden. Denn auch wenn es schön ist mit beiden Kindern zu Hause ,ich konnte ihr mit ihren knapp 3 1/2 Jahren einfach nicht mehr die Aufmerksamkeit bieten die sie brauchte. Und somit ging es für Motti im Sommer 2014 in den Kindergarten.
Ich war unter der Woche Zuhause, konnte mich vormittags voll und ganz auf den Mini-Muffin konzentrieren und Motti war im Kindergarten. Es war perfekt. Auch meine Arbeit machte mir und macht mir unendlich viel Spaß und ich liebe es an den zwei Tagen einfach mal für einen kurzen Moment nur Friseurin zu sein.

Nun wird der Mini-Muffin bald drei und wird in ein paar Tagen mit dem Kindergarten starten und wir alle sind wirklich sehr aufgeregt. Trotzdem freuen wir uns auch und gerade der Mini-Muffin kann es kaum abwarten.
Und was ist mit mir?`
Ja ich freue mich auch. Und wisst ihr worauf? Die Vormittage allein Zuhause. Nein das soll jetzt nicht heißen dass ich es hier mit meinen Kindern nicht mehr ausgehalten habe! Ganz im Gegenteil, ich habe es geliebt bei beiden Kindern diese drei Jahre vollkommen mitzuerleben . Für sie dazu sein, ihrer Entwicklung zuzusehen. Mit ihnen zu Spielen und zu kuscheln und sie um mich zu haben. Aber es ist eben jetzt auch soweit, dass ich sagen “ Und jetzt wieder ich“
Ich möchte mich wieder mehr dem Blog widmen, möchte mehr in die Fotografie schnuppern, evtl. wieder ein wenig nähen und einfach die Vormittage nach meinen Wünschen gestalten.

Ich wollte euch einfach nur einmal einen kleinen Einblick verschaffen, wie es für mich war 3 bzw 5 Jahre Zuhause zu sein und ob ich es bereue oder nicht.
Und ich kann euch sagen,

Ich bereue es nicht !

  1. Das hast du wunderschön geschrieben. Und du triffst es genau jeder sollte es für sich selbst entscheiden ohne das man sich rechtfertigen muss und genieße die zeit bald auch mal für dich ganz allein

  2. Sehr schön geschrieben. Für uns war auch von Anfang an klar, dass unsere Tochter erst mit 3 (vorausgesetzt sie möchte dann) in den Kindergarten geht. Da das Elterngeld nach dem zweiten Geburtstag wegfiel, wir nur drei Minuten von unserem gemeinsamen Arbeitsplatz weg wohnen und beide Omas in der Nähe wohnen, arbeite ich seitdem an drei Vormittagen und die Omas kommen im Wechsel zu uns. Obwohl unsere Kleine bis dahin nie ohne mich wr und auch jetzt mit 2 1/2 noch gerne stillt, klappte es von Anfang an super und ich würde es immer wieder so machen.
    LG Rebekka

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