Gedanken | Leben | Mama sein

Gedanken // Mach ich alles richtig ?

23/06/2016

Die Frage stellt man sich als Mama bestimmt ganz oft, so geht es mir auf jeden Fall.
Doch ich bin der festen Überzeugung dass dem nicht so ist . Ich denke einfach dass es bestimmt Situationen gibt bei denen ich anders hätte handeln können. Doch so geht es mir auch wenn ich andere Mamas oder Eltern beobachte. Ja ich schiele gern mal rüber und schaue mir an wie andere es machen. Und auch da hab ich Situationen bei denen ich denke dass man es bestimmt auch anders regeln könnte. Selbstverständlich ist es allen Eltern selbst überlassen wie sie gewisse Dinge handhaben aber machen diese sich in diesem Moment auch solche Gedanken wie ich ?

Mal ein Beispiel :


Vor kurzen auf dem Weg vom Kindergarten nach Hause sah ich auf dem Parkplatz beim Supermarkt, eine Mutter die ihr Kind lauthals aufforderte ins Auto einzusteigen. Als er das nicht machte, wurde sie noch lauter, packte ihn, während der Junge sie ängstlich anschaute und verfrachtete ihn, mit ziehen am Ohr ins Auto. Von ihr fiel dann noch der Satz “ Ich hab die Schnauze gehörig voll!“
Ich war richtig entsetzt und dachte mir schon innerlich die schlimmste Szenen aus, wie das wohl die Fahrt weitergehen würde.

***

Wieso muss man so reagieren? Natürlich weiß ich nicht die ganze Geschichte, hab die Situation nicht von Anfang an mitbekommen aber was gibt es für eine Rechtfertigung so mit den Kindern umzugehen?
Ich möchte nicht behaupten dass es bei uns auch mal laut wird, was ich jedoch nicht so toll finde aber wenn mein Kind , mit offensichtlicher Angst vor mir steht, ist dass dann noch richtig?
Bei uns gibt es hin und wieder auch Momente bei denen ich wirklich an meine Grenzen stoße und auch mal sage dass es mir reicht aber merke ich, dass ich meine Kinder dadurch einschüchter oder ihnen „Angst“ mache, ist für mich ein gewisser Punkt überschritten. Ich möchte nicht dass meine Kinder zusammenzucken wenn ich lauter werde bzw. dass ich ängstlich vor mir stehen.

Ich hab dich lieb

Das hören meine Kinder täglich. Und nein ich übertreibe nicht. Denn selbst wenn sie etwas angestellt haben, empfinde ich es als wichtig dass sie wissen dass ich sie trotzdem lieb habe. Denn nur weil das Glas runtergefallen ist, da Motti nicht aufgepasst hat, heißt es ja nicht dass ich sie nicht lieb habe.
Sie selber kommen auch immer wieder nach einem Streit auf mich zu und sagen mir dass sie mich lieb haben. Ich finde das unheimlich wichtig.

Hautkontakt

Gibt es hier in Hülle und Fülle. Egal ob beim Kuscheln auf dem Sofa, beim Rücken kraulen abends im Bett oder beim Spielen. Und unsere Mädels suchen den Kontakt auch. Sie sind absolute Kuschelkinder und genießen es absolut.
Als Mama find ich das natürlich schön und genieße es ebenfalls, denn nichts ist schöner als Hautkontakt. Und wenn es dann noch von Menschen ist, die einen lieben und die man selber liebt, ist es noch umso schöner.

Regeln aber auch selbst bestimmen

Bei uns Zuhause gibt es selbstverständlich auch Dinge an die man sich halten muss. Nehmen wir mal das Beispiel Zähne putzen. Morgens und abends werden hier Zähne geputzt und dass immer. Es gibt keine Ausnahmen und das wissen die Mädels auch. Nun sind beide in einem Alter in dem sie ihre Zähne selber putzen wollen und das dürfen sie auch. Trotzdem wird von Mama und Papa immer noch einmal nach geputzt und kontrolliert. 
Aber dann sind da auch mal die Tage an denen wir nicht kontrollieren , da Motti zb. so gründlich geputzt hat, dass wir es einfach so belassen. Den Stolz dabei kann man in ihren Augen sehen und dann möchte ich ihr das auch nicht kaputt machen, dadurch dass ich es ja unbedingt noch einmal kontrolliere.

***

Das alles ist nur ein kleiner Einblick darin, wie wir gewisse Dinge so handhaben und trotzdem schwirrt einem immer wieder im Kopf umher ob man es so richtig macht oder nicht. Aber ich habe ein gutes Gefühl dabei und merke dass es meinen Kindern auch gut tut wenn sie trotz eines kleinen Streites wissen dass sie immer wieder zu mir kommen können und ich für sie da bin.
Und sind wir mal ehrlich, finden wir uns nicht alle irgendwie in unseren Kindern wieder? Waren wir nicht ähnlich und haben es gehasst wenn Mama oder Papa irgendwas verbieten?! Bei mir war es auf jeden Fall so und wenn mein Papa zu mir sagt , dass er in Motti zb immer wieder mich erkennt, dann weiß ich sofort was er meint.

Streit gehört dazu, es darf auch mal lauter werden und kann ggf. auch wirklich stressig sein aber solange man immer wieder der Halt für die Kleinen ist und ihnen sagt man sie liebt, ist der Weg den man gewählt hat, genau der richtige.

  1. Liebe Saskia,
    ich musste neulich auch so reagieren. Aus Angst meine Tochter rennt in ihrer Wut und ihrem Zorn auf die Straße vor ein Auto. Den kleinen Bruder auf dem Arm hatte ich keine andere Wahl. Sonst wäre er mit seinen 18 Monaten auf die Straße gelaufen. Und mit ruhig und gelassen bleiben ist da nichts mehr wenn die Situation wirklich gefährlich ist. Ich hatte einfach eine scheiß ANGST um mein Kind!!

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