Leben

Die Geburt des Mini-Muffins ♥

20/05/2013

Ihr Lieben,

auf meiner Facebook-Seite  wurde ich nun schon öfter nach dem Geburtsbericht vom Mini-Muffin gefragt.
Viele von euch wissen ja das Motti bei der Geburt ihrer kleinen Schwester dabei war und auch das der Mini-Muffin im Wasser zur Welt kam aber heute möchte ich euch nun den vollständigen Bericht zum Lesen bieten.

Geburtsbericht meiner zweiten Tochter (30.12.2012)

Mitten in der Nacht vom 29.12.2012 – 30.12.2012 so gegen 00.10 Uhr) wurde ich wegen eines komischen Gefühls wach. Also erst einmal auf Toilette. War das etwa Fruchtwasser oder doch nicht , ich wusste es nicht. Genau in dem Moment wurde meine Motti wach. Also brachte ich sie noch schnell rüber zum Liebsten ins Bett. Weil ich mich immer noch komisch fühlte, ging ich erst einmal runter zur Toilette um zu sehen, ob durch das Treppensteigen evtl. doch Fruchtwasser abgeht. Auf einmal bekam ich ein wahnsinniges Nervositätsgefühl und ging wieder hoch. Als mein Mann mich fragte was los sei, zog es auf einmal stark im Rücken. Ich meinte nur, dass die beiden sich nicht mehr zum Schlafen hinlegen brauchen, da ich davon ausging, dass wir losfahren könnten. Motti war auf einmal hell wach und grinste uns beide mega süß an mit den Worten: Oh Baby?
Also angezogen, noch ein paar Sachen zusammen gepackt und los gings.
Um 1.00 Uhr kamen wir dann im Krankenhaus an und ich wurde ans CTG angeschlossen. Anfangs waren auch regelmäßige Wehen zu sehen, doch die ließen irgendwann wieder nach. Der Muttermund war bei 3 cm und das Köpfchen lag fest im Becken. Trotzdem wurden wir gegen 2.00 Uhr los geschickt zum spazieren gehen 😀
Schon lustig wenn man mitten in der Nacht mit Kinderwagen ungefähr 5 mal um ein Einkaufszentrum läuft und 3 mal die Polizei mit komischen Blick an einem vorbei fährt 🙂
In der zwischen Zeit rief der Liebste bei unserer Freundin an, da sie sich angeboten hatte zu kommen und sich um Motti zu kümmern.
Kurz vor 3.00 Uhr sind wir dann wieder hoch in den Kreißsaal und siehe da, die Wehen waren regelmäßig. Unsere Freundin trudelte so gegen 3.15 Uhr ein und Motti freute sich wahnsinnig und nahm sie gleich in Beschlag. Da ich nicht liegen wollte und mich ja auch auf meine Entspannungsübungen konzentrieren wollte, lief ich durch den Kreißsaal. Motti ließ es sich nicht nehmen mit Bär und mir auch ein paar Runden zu drehen und war die ganze Zeit über total gut drauf .
Die Wehen wurden heftiger, so dass ich auch mit intensiveren Atmen anfangen musste. Ich bekam zur Entspannung ein Buscopan-Zäpfchen, was man sich eigentlich auch hätte sparen können.
Alle waren total entspannt und auch meine Freundin fühlte sich, obwohl sie zum ersten Mal bei einer Geburt dabei war, richtig wohl.
Irgendwann holte Motti die Müdigkeit wieder ein und sie schlief gegen 4 Uhr auf dem Kreißbett ein. Während der Liebste sich noch kurz darum kümmerte, dass sie es bequem hat, massierte meine Freundin mir den Rücken, damit ich mich vollkommen entspannen konnte.
Gegen 5.00 Uhr musste ich mich dann jedoch noch einmal zum CTG hinlegen und dort waren die Wehen echt recht schmerzhaft, was ich aber dank der tollen Massage meines Schatzes und meinen Übungen gut verkraften konnte. Jolante, meine Hebamme, war total entspannt und schaut noch einmal nach dem Muttermund und siehe da – er war 6-7 cm weit geöffnet.
Da ich ihr am Anfang gesagt hatte, dass ich gern im Wasser entbinden möchte, ließ sie sofort das Wasser ein – denn wir alle wussten, dass es bald zum Ende hin geht.
Die Hebamme kam dann wieder – schaute noch einmal nach und schwups war der Muttermund schon 8 cm geöffnet.
Also ging es rüber in die Wanne. Es war eine Wohltat für mich – total entspannend diese Wärme und einfach wirklich sehr zu empfehlen. Da im Kreißsaal nebenan noch eine Geburt ablief, kam eine zweite Hebamme dazu. Monika hieß sie und Monika war einfach perfekt für uns!
Auf einmal bekam ich einen wahnsinnigen Druck nach unten und ich wusste meine Tochter will raus. Monika schaute noch einmal nach und dann hieß es nur noch: „So und jetzt lassen Sie mal ihre Tochter zur Welt kommen!“
Als die nächste Wehe kam, durfte ich pressen und es war einfach unglaublich. Dieses Gefühl, zu wissen, dass ich gerade meine Tochter spüre war einfach Wahnsinn. Bei Motti hatte ich eine PDA und dadurch nicht dieses unglaubliche Gefühl.
Nach zwei Wehen war der Kopf da und ich konnte diese wunderschönen Haare sehen. Nun musste ich nur noch einmal pressen und unsere Kleine erblickte am 30.12.2012 um 6.07 Uhr das Licht der Welt. Ich konnte sie selber hoch nehmen und auf meine Brust legen. Der Liebste und ich waren einfach überwältigt!
Die Nabelschnur war um ihren Hals gewickelt aber das hatte Monika schnell behoben. Unsere Kleine war komplett weis und voller Käseschmiere – aber sie sah wunderschön aus. Ich durfte dann noch ihre Nabelschnur durchschneiden und sie direkt anlegen. Uns liefen nur so die Tränen. Motti war in der Zwischenzeit auch wieder aufgewacht und kam mit meiner Freundin zu uns herüber. Sie war noch ein wenig müde, aber als sie ihre Schwester sah, war sie gleich hin und weg.
Auch meine Freundin konnte ihre Tränen nicht halten, was mich total gerührt hat. Wir alle konnten die Augen nicht mehr von diesem kleinem Wunder lassen und auch Motti war nun wesentlich wacher und sagte die ganze Zeit nur: „Oh Baby!“
Unsere Große ist dann irgendwann mit meiner Freundin wieder rüber und mein Mann durfte sie mit unter die Wärmelampe nehmen, da es im Wasser schnell kalt wurde. Also schnell die Plazenta raus und wieder in den Kreißsaal.
Ich hatte zwar ebenso wie bei der ersten Entbindung einen Dammriss aber nur 1. Grades, der sehr schnell genäht werden konnte.
Nachdem wir noch wunderschön kuscheln konnten, wurde unser Baby dann vermessen und gewogen. Danach durfte sie sofort wieder zu mir und an meine Brust.

Es war für mich einfach genau die Geburt, die ich mir gewünscht hatte und ich bin über alles einfach nur wahnsinnig glücklich. Wir haben genau die richtige Entscheidung damit getroffen, dass Motti mit dabei war, denn so waren wir alle einfach wesentlich entspannter. Auch dass meine Freundin dabei war, war einfach toll.

Ich liebe meine beiden Zuckerfeen unendlich doll und ich bin so stolz auf Motti, dass sie alles so super mitgemacht hat. Ich freue mich schon darauf, ihr später zu erzählen, dass sie dabei war, als ihre kleine Schwester zur Welt kam  

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