Familienleben | Schulkind

Leben // Wie ist es so mit einem Schulkind ?

28/08/2017
Kullakeks Schulkind Erfahrungen

Egal wen wir treffen, Motti wird immer gefragt wie ihr die Schule gefällt und was sie am Liebsten mag. Mit Freude erzählt sie dann wie ein Wasserfall von all dem neu erlebten und strahlt über beide Ohren. Doch wie ergeht es uns denn so mit einem Schulkind ? Klar irgendwie ist es logisch dass nicht wir sondern Motti gefragt werden aber für uns hat sich eben auch so einiges verändert. Der Start in den Tag ist ein ganz anderer und auch der allgemein Ablauf hat sich wesentlich verändert. Ich möchte ich gerne einmal erzählen wie es für uns als Eltern ist und wie wir mit der neue Situation nun alle umgehen.

Länger schlafen fällt flach als Schulkind

Was uns besonders schwer fällt und damit mein ich wirklich uns allen , ist das freue aufstehen. Denn wenn wir bis vor den Ferien noch ganz entspannt aufstehen konnten , da wir keinen Druck hatten pünktlich in den Kindergarten zu kommen, ist es nun strick nach Plan. Um halb sieben klingelt der Wecker und dann heißt es fertig machen für die Schule. Anziehen, Zähne putzen, Ranzen packen und ab aufs Radl. Denn seit Schulanfang hat Motti total Spaß daran gefunden mit dem Rad zur Schule zu fahren, was mich natürlich sehr freut. Zu Kindergartenzeiten war es wesentlich entspannter und ruhiger morgens. Es stand kein Druck im Nacken und wir alle konnten gant entspannt in den Tag starten. Ich denke mit der Zeit wird sich das auch alles legen und wir sind daran gewöhnt, aber momentan fällt es uns allen noch sehr schwer.
 

Hausaufgaben müssen sein

Vor Schulbeginn haben wir mit Motti besprochen wie unser Tag genau ablaufen wird. Also wie der Nachmittag nach der Schule gestaltet wird , sodass die Hausaufgaben nicht zu kurz kommen. Sobald wir von der Schule zurück kommen setzt sie sich direkt an den Schreibtisch und erledigt ihre Aufgaben. Während ich noch das Essen vorbereite ist sie meist schon längst wieder fertig. Sie hat Spaß daran und meistert das meiste noch vollkommen alleine. Selbstverständlich kontrolliere ich aber meist ist alles richtig. Sie ist jedes Mal total stolz auf sich und schon im Auto bekomme ich zu hören dass es Hausaufgaben gibt und sie die ja gleich machen muss. Mal sehen wie sich das dann so im Laufe der Zeit entwickelt.

Plötzlich ganz andere Themen

Was mir total aufgefallen ist, sind die Veränderungen in unseren Gesprächen. Ich habe das Gefühl dass Motti sich anders ausdrückt und gewisse Dinge anders angeht. Sie interessiert sich für Dinge, die ihr vorher total egal waren oder weniger interessiert haben. Es ist schön zu sehen dass sie sich so stark entwickelt und neue Interessen entdeckt. Nun wird mir nicht mehr erzählt was sie gespielt haben, sondern wie sie ganz allein eine Aufgabe gelöst hat oder wie sie auf dem Klettergerüst ganz oben saß. Doch was ihr besonders auffällt sind die anderen Kinder. Die älteren Kinder die ganz anders miteinander umgehen als die Kleinen. Oft erzählt sie mir wie sich irgendwelche Jungs geärgert haben und dass sie das gar nicht gut findet. “ Mama die großen Mädchen spielen gar nicht mit den Jungs “ ? War ihre letzte Aussage. Ich versuchte ihr dann zu erklären dass sich das im Laufe der Zeit eben verändert und nicht mehr so ist wie im Kindergarten. Doch schlimm fand sie es nicht. Es ist jedenfalls wahnsinnig schön zu sehen wie aufmerksam sie ihr Umfeld beobachtet und für sich das Beste daraus zieht.
 

Ein Abnablungsprozess der es in sich hat

Schon bei der Einschulung musste ich sehr mit den Tränen kämpfen und mir schmerze das Herz als mir bewusst wurde dass sie nun ein Schulkind ist. Es ist toll zu sehen wie wohl sie sich in der Schule fühlt und wie neugierig sie ist aber es fällt mir sehr schwer. Jeden morgen wenn wir uns verabschieden, bekomme ich einen Kuss, ein „ich liebe dich“ und dann verschwindet sie ganz allein ins Schulgebäude. Ich kann nicht eben nochmal am Fenster schauen ob alles gut gelaufen ist, nein ich muss sie ihren Weg gehen lassen. Ich hätte nicht erwartet dass mir das so schwer fällt aber auch das wird sich ändern. Es ist eben ein komisches Gefühl jetzt ein Schulkind zu haben aber auch ein schönes. Sie hat so viel Freude daran, hat neue Freundschaften geknüpft und fühlt sich pudelwohl. Was will ich mehr ? Wie schlimm wäre es ihr wäre das Start schwer gefallen und hätte keinen Anschluss gefunden. Oh man das will ich mir gar nicht vorstellen. Wir haben ein Schulkind und sind alle wahnsinnig stolz auf sie.
Und auch wenn sie immer noch möchte dass ich sie bis zur Tür bringe, hat sie mir jetzt schon schonend beigebracht dass sie ab er 2. Klasse gerne allein zu Schule möchte. Wie es dann später ist werden wir sehen, aber sie ist mutig und wird groß. 
Auch sind ihre bockigen Phasen ein wenig seltener geworden und man hat das Gefühl besser zu ihr durchdringen zu können. Es fällt mir leichter mit ihr zu reden, ihr gewisse Dinge zu erklären und sie zu beruhigen. Vielleicht hat es damit zu tun dass sie es besser versteht, aber es fällt uns allen deutlich leichtert.

 

Kullakeks Schulkind Mama sein

 

Trotz alle dem sind wir unendlich stolz auf Motti und freuen uns sehr auf eine tolle Schulzeit . Auf das was uns alle noch erwartet und vor allem sie erwartet. Ob sie die Freude an der Schule behalten wird oder doch irgendwann genervt sein wird. Ob sie weiterhin so ehrgeizig bleibt oder auch das nachlässt ? Momentan freut sie sich jeden Tag auf die Schule und war Freitag wahnsinnig traurig dass sie nicht hin konnte. 
Gern berichte ich in größeren Abständen einmal davon wie sich das ganze bei uns so entwickelt hat und werde bestimmt immer mit einem Schmunzeln im Gesicht die alten Beiträge lesen .
Alles Liebe,
Saskia

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